Eine Geschichte, die bis ins Mittelalter reicht

Der Ursprung: 1366 erste urkundliche Erwähnung

Das finstere Glemmtal, heißt es in den alten Schriften. Täler wie unseres waren seit Jahrtausenden mit dichtestem Urwald bedeckt. Als erster Hof im Glemmtal wurde 1222 das Gut "Krummfeichten", heute Eibinghof, in den Stiftsschriften des Klosters St. Peter, Salzburg, genannt. Der Erstbesitzer war Graf Konrad, ein Angehöriger des Stiftes St. Peter, das maßgeblich zur Besiedelung der Innergebirgsgauen beitrug. Die Bauern durften zu dieser Zeit nur auf den Gütern arbeiten, den Zehent abliefern. Nach der Pest um 1350 spaltete sich der Hof in 4, und 

1366 in 3 Lehen auf: Eibing, Lederer, Seigen.

Die Hofnamen wurden aus buchhalterischen Gründen nach den Familiennamen der Gutspächter vergeben. Die folgenden Jahrhunderte waren geprägt von einem kargen Bergbauernleben. In den Gebirgstälern rodete man nach und nach Höfe hinein, holzte Almen frei. 1596 - eine Jahreszahl, in einen Dachfirst, der Richtung Saalbach zeigt, geschnitzt, deutet auf einen Brand und Neuaufbau hin. Ebenfalls eingeschnitzt sind die grossen Umbauten 1950 und 2002.

  • 1893: erwarb mein Urgroßvater, der aus Fieberbrunn in Tirol kommende Stefan Niederseer, den Seighof
  • 1922: die erste Glühbirne leuchtet, versorgt vom E-Werk Eibing
  • 1939: 4 Bauern kaufen zusammen einen 4PS-Stationär-Motor
  • 1950: Auswechselung des maroden Dachstuhles und Aufstockung um eine Etage für 4 "Fremden"-Zimmer; ein Einradmäher wird angeschafft
  • 1959: neuerliche Aufstockung; Fließwasseranschluss; Zentralheizung
  • 1961: Kauf des ersten Automobils, ein Opel Caravan
  • 1962: Ein zweites Gebäude wird errichtet, darin untergebracht ist die "Holzhütte", Garagen und ein Zimmer für die Sennerin
  • 1964: Anschaffung eines Traktors: Lindner BF 45a
  • 1967: Stallneubau
  • 1971: Zubau am Nebenhaus für Zimmer zum Vermieten
  • 1976: Großrenovierung: Austausch von Holzwänden und -decken
  • 1981: Küchenneubau; Kauf 2er Bergbauerntraktoren
  • 1981-90: Schrittweiser Einbau von WC-Anlagen in die Zimmer
  • 1991: Brandschutzumbau als Folge der Betriebsübergabe
  • 1992/93: Generalsanierung Seigalm; Grundmauern tauschen und Schlaflager
  • 1995: Terrassenverbreiterung; Zimmervergrösserung 1.OG; Garagenbau
  • 1997/98: umfangreicher Anbau am Nebenhaus für unsere Saunaanlage und 
    Appartements im Obergeschoss
  • 1998: Zimmerrenovierung 3. Stock
  • 1999: die Hauskapelle wird unter Denkmalschutz gestellt und generalsaniert
  • 2000: Balkone Ostseite
  • 2001: Zimmervergrösserung 1. Stock
  • 2002: Erneuerung Futtertisch und Aufstallung im Stallgebäude

Herbst 2002: größter bisher am Seighof durchgeführter Umbau

Fast komplette Neuinstallation von Elektrik, Wasser und Heizung; Aushöhlung 2. u. 3. Stock und Neueinbau der Zimmer mit überwiegend getrennten WC und Duschen; Fundamentsanierung im Innenhausbereich; neue WC-Anlagen im Erdgeschoß; Neuinstallation der Heizungsverteilung; Einrichtung eines Receptionbereiches und Verlegung der Zapf-, Getränkekühl- und Musikanlage; Komplettislolation der Hausmauern mit damit einhergehender Fassadenneugestaltung; Neuerrichtung der Balkone

Ständige Risse und Hebungen zwangen zum Neuaufbau des Fundamentes im Bereich der Reception/Speiseraum

  • 2003: Überholung der Zimmer im Saunatrakt mit kompletter Neueinrichtung
  • 2003: Durch die extrem schnelle Bauweise sind beim Umbau 2002 Baumängel entstanden, die ausgebessert werden müssen
  • 2004: Die gesamte Wasserversorgungsanlage wird erneuert: 3 Quellen neu gefasst, der Hochbehälter generalsaniert
  • 2005: Wegen der starken Unwetter wird ein Bach, der unsere Wiesen schon mehrfach unter Wasser gesetzt hat, "entschärft" und die Einfahrten in das Stallgebäude neu angelegt
  • 2007: Ein Teilaushub der Hinterglemmer Parkgarage wird dazu verwendet, den Steilhang unter unserem Haus so auszugleichen, dass er maschinell bearbeitbar wird. Der 200 Jahre alte Heustadel wird kurzerhand als Ganzes um 200 m versetzt.
  • 2008: Abschied vom Heizöl - Der extreme Sprung im Ölpreis gibt den letzten Anstoß: Das langgehegte Bedürfnis, auf ein CO2-neutrales Heizungssystem umzustellen, wird in Angriff genommen. Ab jetzt verfeuern wir Hackschnitzel, zerkleinertes Holz, gewonnen aus den eigenen Wäldern am Reiter- und Bärnkogel. Kombiniert wird es mit dem Einbau einer Solaranlage für Warmwasserbereitung und umfangreichen Isolierungsmaßnahmen an den Hausdächern. Das I-Tüpferl ist ein Wärmerückgewinnungskamin, der den Rauchgasen die letzten Energiereserven abnimmt.
  • 2009/2010: Zusammen mit den 2 benachbarten Bauernhöfen wird ein Aufschließungsweg auf den Reiterkogel neu errichtet bzw. bestehende Wege saniert. Somit ist es uns allen Dreien möglich, die Almen und die Waldgrundstücke, die heutzutage ohne Zufahrt fast wertlos sind, wieder vernünftig zu bewirtschaften.
    Der bereits 2005 sanierte Bach gibt immer noch keine Ruhe: Mit Holzkrainerwänden versuchen wir ihm beizukommen.
    2011 Weitere Forstwegteile werden fertiggestellt und somit sind alle 3 Bauernhöfe, Almen und Waldgrundstücke voll aufgeschlossen
Wer rastet, der rostet. 2013 starten wir mit einem Projekt, einen langgehgten Wunsch zu erfüllen: 
            Die Seighochalm wird nach 100 Jahren Dornröschenschlaf wieder aufgebaut

Frühjahr 2013: Der 400 Jahre alte Rehrenberg Stall in Viehhofen wird abgetragen, das Altholz gewaschen, ausgenagelt, getrocknet und geschlichtet. Dann kommt ein mobiles Sägewerk und wir schneiden die Balken in verarbeitbare Balken, Bretter und Zierteile auf
Mitte Juni ist Spatenstich: Der Rohbau wird aufgezogen. Bis zum Herbst stellen wir die Hütte unter massiver Eigenleistung soweit fertig, dass sie für den Winter dicht zu machen und beheizbar ist.
Sommer 2014: Der Innenausbau des Wohnteiles ist in vollem Gange. Es entsteht ein Schmuckstück und wird bis Ende November, trotz Wintereinbrüchen und verschiedensten Problemen fertig, genau 100 Jahre, nachdem ein Foto der alten Hütte aufgenommen wurde.
Sommer 2015: Als letztes kommt der Viehstall an die Reihe. Heulager, Aufstallung und noch kleinere Änderungen am Hüttenteil sind zu machen. Aber jetzt reichts dann mal!